Erfolgreich bewerben – Warum digitale Kompetenzen immer wichtiger werden

Egal ob Start-up oder Global Player. Fachliche und soziale Qualifikationen reichen heute nur noch in den wenigsten Fällen aus, um den Ansprüchen der Unternehmen an qualifizierte Mitarbeiter gerecht zu werden. Die digitale Kompetenz bestimmt seit einigen Jahren zunehmend den Auswahlprozess neuer Mitarbeiter. „Durch die Digitalisierung haben sich viele Arbeitsprozesse massiv gewandelt. Arbeit lässt sich mittlerweile viel effizienter planen, steuern und kontrollieren“, weiß HR-Experte und JobStairs-Sprecher Prof. Dr. Wolfgang Jäger. „Durch die Digitalisierung nähern sich zuvor strikt getrennte Arbeitsprozesse wieder stärker an. So arbeiten beispielweise Teams aus der Produktentwicklung zur selben Zeit über Collaborating-Features mit den Kollegen aus dem Marketing und dem Vertrieb an einer neuen Produktlinie“, so Prof. Jäger weiter.

Was bedeutet digitale Kompetenz?

Der Begriff ist ebenso vielfältig, wie schwer zu fassen. Er beschreibt die Fähigkeit eines Menschen, digitale Arbeitsprozesse systemisch begreifen und unabhängig vom konkret eingesetzten Tool anwenden zu können.

So ist es für einen Absolventen, Mitte 20, ganz selbstverständlich eine Terminvereinbarung von seinem Smartphone aus direkt an den Kalender seines Besuches zu senden; inklusive Erinnerung, Anfahrtsbeschreibung via google-Maps und der schnellsten ÖPNV-Verbindungen.

Ein Angehöriger der Generation 50+ ist dazu natürlich auch in der Lage. Aber zum einen erfolgte seine digitale Sozialisation wesentlich später, als die des digital Natives und zum anderen haben ältere Menschen häufig eine geringere Affinität gegenüber neuen Technologien.

Welche digitalen Kompetenzen wünschen sich die Unternehmen?

Fundierte Kenntnisse und ausgeprägte praktische Erfahrung in Analytics und statistischen Tools, Big Data-Umgebungen und objektorientierten Programmiersprachen sowie praktische Erfahrung mit analytischen Visualisierungstools sind nur einige konkrete Beispiele für Anforderungen, die Unternehmen an ihre Bewerber stellen.

Dass der Online Marketeer über eine ausgewiesene Digitalkompetenz verfügen muss, liegt auf der Hand. Aber auch der Einkäufer muss für seine Tätigkeit im Supply Chain Management digital fit sein, ebenso wie Ingenieure im Automotive oder Maschinen- und Anlagenbau. Und diese Kompetenzen werden im Rahmen der fortschreitenden Digitalisierung der Arbeitswelt, wie etwa durch den Megatrend Industrie 4.0, an Bedeutung zunehmen. „Ich empfehle jedem Bewerber und Mitarbeiter seine digitalen Kompetenzen kontinuierlich zu prüfen und bei Bedarf auf den neuesten Stand zu bringen,“ rät Prof. Jäger.

Eine große Übersicht von Jobs im Bereich Digitalisierung finden Bewerber – vom Berufseinsteiger bis zur Fach- und Führungskraft – auf JobStairs in einem speziellen JobChannel: JobChannel Digitalisierung

P.S. Zum Thema Digitalisierung der Arbeitswelt finden Sie hier ein interessantes Radiointerview mit Jörn Fach, Head of Talent & Workforce Management beim JobStairs Partnerunternehmen Bayer, zu den digitalen Anforderungen beim Leverkusener Chemiegiganten: